Systemische Beratung

„Verändere Deine Gedanken und Du veränderst Deine Welt.“
Norman Vincent Peale

 

Was ist systemische Beratung?

Die systemische Beratung erklärt das Verhalten von Menschen im Kontext ihrer Beziehungen und Interaktionen zu ihrer Umwelt. Das bedeutet, dass die Probleme der Klient*innen im gesamten System (Familie, Freunde, Arbeit usw.) betrachtet werden. Dadurch ergeben sich neue Perspektiven und Lösungswege, die vorher nicht bedacht wurden.

Systemische Berater*innen sehen ihre Klient*innen als die besten Experten ihrer selbst an. Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch die für sich beste Lösung bereits in sich trägt und durch systemische Unterstützung auf diesen Lösungsweg kommt. Was für den einen Klienten eine super Problemlösung ist, kann für den anderen ganz falsch sein. Deshalb orientieren sich systemische Berater*innen an den individuellen Kompetenzen und Ressourcen, die die Klient*innen mitbringen. Eine unvoreingenommene und wertschätzende Haltung ist dabei selbstverständlich.

„Auch der richtige Wind bringt mein Boot nicht an sein Ziel, wenn ich es nicht losbinde.“
Karin Jahnke

 

Wie läuft eine systemische Beratung ab?

Anliegen und Auftragsklärung

Im ersten Schritt wird in der ersten Beratungssitzung das Anliegen von den Klient*innen geschildert. Danach oder auch schon während der Schilderung des Anliegens findet die Auftragsklärung statt. Das heißt, dass ich gemeinsam mit meinen Klient*innen herausfinde, in welche Richtung die Beratung gehen soll. Oftmals ist ein Anliegen sehr groß oder noch unklar und muss erst einmal in einem Beratungsauftrag klar formuliert werden. Dieser Auftrag kann sich im Laufe der Beratung jedoch auch nochmal verändern.

Die systemische Beratung nach der Auftragsklärung

Nachdem der Beratungsauftrag klar formuliert wurde, wird im Berater-Klienten-Dialog mit verschiedenen Methoden nach den geeigneten Bedingungen und Ressourcen geschaut, mit denen die Klient*innen zu ihren Lösungswegen gelangen können. Methoden der systemischen Beratung sind zum Beispiel systemische Fragen, die Arbeit mit der Strukturanalyse, dem „Inneren Team“, mit Antreibern oder mit Skript-Einschärfungen, Genogrammarbeit oder Systemaufstellungen.

Abschluss der Beratung

Wann eine Beratung abgeschlossen werden kann, ist zeitlich sehr unterschiedlich und kommt auf das individuelle Anliegen und den Auftrag der Klient*innen an. Grundsätzlich ist es natürlich sinnvoll eine Beratung dann abzuschließen, wenn die Klient*innen das Gefühl haben, dass sie einen guten Lösungsweg für sich erarbeitet haben. Eine solche Lösung kann aktiv oder auch passiv sein, sie kann eine Einstellungsänderung oder auch Akzeptanz bedeuten. Auch diese ist ganz individuell und kann tausende Facetten haben. Meinen Klient*innen steht es jederzeit frei die Beratung zu beenden und sie bestimmen auch wie viele Beratungssitzungen sie für sich benötigen.

„Denke nicht so viel, sondern fühle.“
Fritz Perls